Ein weiterer Hidden Champion aus Deutschland: Die Rational AG

Das Unternehmen

Die Rational AG wurde 1973 von Siegfried Meister gegründet. Den Hauptsitz hat das Unternehmen in Landsberg am Lech, Bayern, Deutschland. Das Unternehmen aus Bayern ist im M-Dax gelistet. Weltweit ist das Unternehmen in 120 Ländern tätig. Entweder mit eigenen Tochtergesellschaften oder Vertriebspartnern. Bereits 1976 entwickelte das Unternehmen ihren legendären Combi-Dämpfer.

Laut dem Geschäftsbericht 2025 hat Rational einen Marktanteil von 50% und ist weltweiter Markt- und Technologieführer bei multifunktionalen Kochsystemen für Profiküchen.

Strategie & Ziele der Rational AG
Quelle: Geschäftsbericht 2025 der Rational AG

Die Aktie

Am 03. März 2000 ging das Unternehmen an die Börse, zu einem Emissionspreis von 23€. Am ersten Handelstag öffnete die Aktie bereits bei 35€.

Bei dem Börsendebüt, von 25 Jahren wird auf der Investor Relationsseite der Rational AG aufgezeigt, dass wenn man als Aktionär von Anfang an mit dabei gewesen wäre 15% Rendite p.a. gemacht hätte. Zusätzliche wären Dividenden Zahlungen in Höhe von 130€ hinzugekommen. Diese Zahlungen haben sich natürlich nochmals mit der Zahlung im Jahr 2025 und 2026 erhöht, sodass man auf 165€ kommt!

Seit dem Börsengang hat die Aktie bis zum August 2026 um sage und schreibe 1.704,29% zugelegt!

WKN: 701080 ISIN: DE0007010803 SYMBOL: RTLLF

Rational AG Aktienchart
Quelle: www.google.com

Aktionärsstruktur

Das Unternehmen ist immer noch in Familienhand.

Die Aktionärsstruktur der Rational AG
Quelle: www.rational-online.com

Das Geschäftsmodell

Das Produktportfolio der Rational AG ist überschaubar. So bietet das Unternehmen seinen Kunden insgesamt drei Produktreihen an. Darüber hinaus bietet das Unternehmen mit dem ConnectedCooking Kunden die Möglichkeit an, digital auf die Kochsysteme und Services zuzugreifen. So können Kunden Geräte verwalten, um zum Beispiel Software Updates durchzuführen oder Display Konfigurationen für das jeweilige Gerät vornehmen. Zudem kann der Reinigungszustand und Pflegezustand des Geräts abgerufen werden. Die Anwender können auch Rezepte erstellen und Garprogramme hinterlegen.

Die Produkte

Zu den drei physischen Produkten zählen:

  1. Der iCombi
  2. Der iVario
  3. Der iHexagon

Das älteste Model ist der iCombi. Dieser feiert im Jahr 2026 das Jubiläum von 50 Jahren. Dabei wird dieser nochmals in drei Unterarten unterschieden. Der iCombi Pro ist der intelligente Kombidämpfer und ist für jeden Anwender geeignet. Wohingegen der iCombi Classic manuell bedient werden darf und für ausgebildete Köche ist. Sowohl der iCombi Pro, als auch der iCombi Classic werden in Landsberg am Lech produziert. Beide werden weltweit verkauft. Der Dritte im Bunde, der iCombi One wird allerdings nur in China gebaut und auch nur auf diesem Markt verkauft. Das Gerät wurde extra für die preissensiblen Kunden in China entwickelt. Wie der iCombi Classic wird der iCombi One manuell bedient.

Der iVario ist ein Küchengerät, dass entweder mit einem Tiegel oder zwei Tiegel erhältlich ist. Je nachdem was der Kunde wünsch, kann dieses Gerät verschiedene Prozesse in der Profiküche übernehmen. Möchte der Kunde das Gerät mit einem Tiegel nutzen, ersetzt dieses Gerät Kipper, Kessel und Druckgargeräte. Das zwei Tiegel Gerät ersetzt den Herd, den Topf, die Pfanne, den Druckgarer und den Bain-Marie. Ausgestattet sind diese Geräte mit einem patentierten Heizsystem, dem iVarioBoost. Laut der Rational AG können Speisen viermal schneller gekocht werden, zudem spart dieses Gerät rund 40% an Energie ein.

Mit dem iHexagon können Kunden Heißluft, Dampf und Mirkowellen nutzen, um Gerichte zuzubereiten. Kunden können mit dem iHexagon den Vorgang überwachen und erhalten von diesem außerdem Unterstützung, somit ist die Kochintelligenz, wie es das Unternehmen nennt gegeben.

Die Kunden und die zwei erfolgreichsten Produkte

Die Kundengruppe der Rational AG ist sehr groß. Zu dieser gehören vor allem Krankenhäuser, Seniorenheime Gefängnisse, Militärischeeinrichtungen, Betriebskantinen, Schulen, Universitäten, Hotels und Kantinen. Aber auch Tankstellen, Supermärkte und Metzgereien stellen eine weitere Anzahl von Kunden dar, um nur ein paar weitere zu nennen. Immer wieder erwähnt das Unternehmen, dass die Zielgruppe, die die Produkte von Rational erwerben sollte mindestens 20 Mahlzeiten zubereiten sollte, damit sich die Produkte lohnen.

Den höchsten Umsatzanteil hat der iCombi, gefolgt vom iVario. Verdeutlichen tut dies der Ausschnitt aus dem Geschäftsbericht:

Umsatz nach Produktgruppe der Rational AG für 2025
Quelle: Geschäftsbericht 2025 der Rational AG

Der Konzern hat insgesamt drei Produktions- und Entwicklungsstandorte. Diese sind in Landsberg am Lech, in Frankreich, Elsass in Wittenheim und in China, Suzhou. Der Standort in China wurde erst im Januar 2026 fertiggestellt. In Landsberg am Lech wird der iCombi Pro und iCombi Classic produziert. In Wittenberg wird der iVario hergestellt.

Der CEO

Seit dem Januar 2014 ist Dr. Peter Stadelmann CEO der Rational AG. Seit 2012 ist der Schweizer im Unternehmen tätig. Zuvor war er mehr als zwanzig Jahre bei der Malik-Unternehmensgruppe tätig und war dort von 2006 bis 2012 Geschäftsführers der gesamten Malik-Unternehmensgruppe. Die Malik-Unternehmensgruppe ist ein Wissens- und Beratungshaus mit dem Sitz in St. Gallen. Dort studierte und promovierte Dr. Stadelmann ebenfalls. Er studierte Volkswirtschaft und promovierte in Betriebswirtschaft.

Foto des CEOs
Quelle: www.rational-online.com

Die Konkurrenz

Laut eigenen Angaben stehen sich die Bayern rund 100 Mitstreiter gegenüber. Zu den größten Mitbewerbern gehören die Middleby Corporation, die Ali Group, die Electrolux Professional AB und der italienische Hersteller Unox S.p.A.

Die Middleby Corporation ist ebenfalls börsennotiert und kommt aus den USA mit dem Hauptsitz in Elgin, Illinois. Das amerikanische Aktienunternehmen ist von der Marktkapitalisierung gesehen, mit der Rational AG auf Augenhöhe. Das Unternehmen bringt rund 7.470 Milliarden US-Dollar auf die Wage. Jedoch verzeichnet das Unternehmen einen höheren Umsatz, als Rational, in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von -277,7 Millionen US-Dollar. Der Verlust im Geschäftsjahr 2025 wurde durch die Aufgabe eines Geschäftsfeldes erzielt, betrachtet man den Gewinn der fortlaufenden Geschäfte lag dieser bei 367,2 Millionen US-Dollar. Mit mehr als 70 Marken weltweit, stellt das Unternehmen in den Profiküchen verschiedene Geräte und Produkte bereit, um die Zubereitung von Essen zu ermöglichen. Dabei ist das Unternehmen in mehr als 100 Ländern aktiv.

Gliedern tut das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit in zwei Segmente. Einmal in das Commercial Foodservice Equipment, also die Ausrüstung von gewerblichen Küchen und in das Food Processing Equipment Segment, also die industrielle Lebensmittelverarbeitung. Die Anzahl der Produkte, die das Unternehmen anbietet sind so viele, dass diese gar nicht alle aufgezeigt werden können. Das ist auch der Unterschied zur Rational AG, es gibt keinen Fokus, sondern eine schiere Anzahl an Geräten und Equipments, die vertrieben werden.

Weitere Fakten und ein italienischer Konkurrent

Das Unternehmen wurde 1888 gegründet mit dem Ziel Öfen zu bauen. 1983 wurde es von dem Unternehmen TMC Industries Ltd. aufgekauft, welches den Namen später in Middleby änderte. Weltweit sind 8.826 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig.

Zu den Finanzkennzahlen:

Die Eigenkapitalrendite liegt bei 13,22%, wenn man den Gewinn von 367,2 Millionen US-Dollar betrachtet. Die Eigenkapitalquote kommt auf einen Wert von 43,96%.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen bei 222 Millionen US-Dollar. Nettoschulden frei ist das Unternehmen nicht. Diese liegen bei 1,95 Milliarden US-Dollar.

Die Ali Group ist ein italienischer Hersteller von Küchengeräten. Die Unternehmensgruppe umfasst mehr als 115 Marken und ist mit diesen in mehr als 180 Ländern tätig. Insgesamt 80 Produktionstandorte hat das Unternehmen, die in 16 Ländern vertreten sind. Für die Gruppe, die 1963 gegründet wurde, arbeiten rund 17.000 Mitarbeiter. Wie auch die Middleby Corporation weist das Unternehmen ein breites Produktportfolio dauf. Herstellen tut das Unternehmen Geräte und Equipment, die das Kochen, kühlen, backen, die Herstellung von Eis, das managen der Reinigung und die Entsorgung von Abfall ermöglichen. Das Unternehmen ist im Privatbesitz der Gründerfamilie Berti.

Weitere Konkurrenten

Das schwedische börsennotierte Unternehmen Electrolux Professional AB wurde 1962 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Stockholm. Weltweit verkauft das Unternehmen seine Produkte in mehr als 110 Ländern. Darüber hinaus weist es 15 Produktionsstandorte in acht Ländern auf. Insgesamt arbeiten 4.257 Mitarbeiter für das Unternehmen. Die Geschäftstätigkeit wird in zwei Segmente eingeteilt. So gibt es einmal den Bereich Food & Beverage der Öfen, Dämpfer, Grills, Fritteusen, Kühlschränke, Kaffeemaschinen und vieles mehr beinhaltet. Das zweite Segment Laundry beinhaltet professionelle Waschtechnik. Die Produkte sind Beispielweise Waschmaschinen, Trockner, Trockenschränke und Bügelmaschinen. Der Umsatz lag im letzten Geschäftsjahr bei 1,1 Milliarden Euro, durch die Währungsumrechnung kann das Ergebnis natürlich schwanken. Der Gewinn lag bei 66 Millionen Euro. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 1.173 Milliarden Euro. Mit einer Eigenkapitalrendite von 13,32% ist das schwedische Unternehmen fast gleich auf mit der Middleby Corporation. Die Eigenkapitalquote kommt lediglich auf 41,74%. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen bei 79 Millionen Euro. Nettoschulden frei ist dieses Unternehmen nicht. Die Nettoschulden liegen in Höhe von 143 Millionen Euro vor.

Das ebenfalls ansässige italienische Unternehmen Unox stellt Heißluftöfen, Schnellöfen, Kombiöfen und Geräte zur Lebensmittelkonservierung her. Der Fokus liegt also klar auf Öfen aber auch auf Kombigeräte wie bei Rational. Das Unternehmen aus Italien beschäftigt weltweit 1.200 Mitarbeiter und ist privat geführt. Im Geschäftsjahr 2025 machte Unox laut den eignen Angaben auf der Internetseite einen Umsatz von 335 Millionen Euro und strebt an bis 2030 die 1 Milliarde Euro Marke zu knacken. Die Italiener haben also einiges vor. Im Jahr 2025 wurde zudem ein neues 130.000 m² großes Industrie- und Produktionszentrum neben dem Hauptsitz fertig gestellt. Insgesamt möchte Unox mehr als 100 Millionen Euro investieren. Gegründet wurde Unox übrigens im Jahr 1990 von Enrico Franzolin.

Die Kennzahlen

Der Umsatz & Gewinn

Im letzten Geschäftsjahr konnte das Unternehmen einen Erlös von 1.259,6 Milliarden Euro erzielen. 2024 lag dieser noch bei 1.193,5 Milliarden Euro. Das entspricht eine prozentuale Steigerung von 6%. In den letzten fünf Jahren konnte der Umsatz um durchschnittlich 14,56% gesteigert werden. Vor allem im Jahr 2021 und 2022 konnte nachdem Umsatzeinbruch des Jahres 2020 von -22% der Umsatz wieder gesteigert werden.

69% des Umsatzes wurde im Jahr 2025 durch den Verkauf von Kochsystemen erzielt. Die restlichen 31% werden durch Ersatzteile, Dienstleistungen, dem Service und Pflegemittel erzielt. Aufgeteilt nach den Segmenten hat der Umsatz sich folgendermaßen entwickelt:

Umsatz der Rational AG in € und % nach Segmenten
Quelle: Eigendarstellung in Anlehnung des Geschäftsberichts 2025 der Rational AG

Der Gewinn konnte gegenüber dem Vorjahr um 1% gesteigert werden. So lag der Gewinn im Vorjahr bei 250,5 Millionen Euro. 2025 lag dieser bei 253,8 Millionen Euro. In den letzten fünf Geschäftsjahren konnte der Gewinn um durchschnittlich 27,63% gesteigert werden. Wie bereits beim Umsatz konnte der Gewinn auch im Jahr 2021 und 2022 wieder deutlich zulegen. So konnte dieser in beiden Jahren um etwas mehr als 50% gesteigert werden. Daher kommt es auch zu einer hohen durchschnittlichen Steigerung.

Der Free Cashflow

Im Geschäftsjahr 2024 lag nach eignen Angaben des Unternehmens der Free Cashflow bei 251,4 Millionen Euro. Ein Jahr später lag dieser nur noch bei 219,4 Millionen Euro und verzeichnete somit einen Rückgang von 32,1%. Der Grund dafür war ein niedriger Cashflow aus den operativen Tätigkeiten, einer der Treiber dafür war die Aktivierung von Fracht- und Zollkosten sowie höheren Lagerbeständen.

Das Rating

Interessanterweise gibt es von Moody’s und S&P kein Rating für das Unternehmen aus Landsberg am Lech. Da das Unternehmen keine Anleihen emittiert oder sonstige Fremdkapitalmaßnahmen am Kapitalmarkt in der Vergangenheit initiiert hat. Die einzigen Ratings, die der Hersteller von Kochsystemen vorweisen kann sind jene von den Banken. Nach den Informationen aus dem Geschäftsbericht 2025 weist das Unternehmen eine sehr gute Bonität auf. Die Banken bewerten die Kreditwürdigkeit mit Bonitätsnoten von AAA bis A-. Dieses Rating bietet dem Unternehmen hervorragende Konditionen bei Kreditvergaben.

In der Regel werden Investitionen in Sachanlagen aus eigenen Mittel finanziert. Langfristige Schulden werden somit nicht aufgenommen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 lagen dementsprechend auch keine vor.

Die Verschuldung

Im letzten Geschäftsjahr beliefen sich die Schulden insgesamt auf 242.287.000 Euro. Diese setzten sich aus 199.520.000 Euro kurzfristigen Schulden und 42.766.000 langfristigen Schulden zusammen.

Hier einmal ein Überblick:

Schulden der Rational AG
Quelle: Geschäftsbericht 2025 der Rational AG

Wie ersichtlich wird, konnten die Schulden gegenüber dem Vorjahr weiter reduziert werden. Zudem machen bei den kurzfristigen Schulden, die Rückstellungen den größten Wert aus. Hier können unter anderem Garantien für die Kunden zurückgestellt worden sein.

Alles in allem ist das Unternehmen Nettoschulden frei.

Das Eigenkapital

Den Aktionären zuzurechnen sind ein Eigenkapital von insgesamt 940.793.000 Euro.

Eigenkapital Rational AG
Quelle: Geschäftsbericht 2025 der Rational AG

Wie ersichtlich wird liegen die Gewinnrücklagen bei einem starken Wert von 906.183.000 Euro!

Weitere Kennzahlen

Die Forschung und Entwicklung nimmt bei jedem Unternehmen einen wichtigen Platz ein. Im letzten Jahr beschäftigte Rational rund 310 Mitarbeiter in diesem Bereich. Ingenieuren verschiedener Fachrichtungen, Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen sind für das Unternehmen tätig. Insgesamt wendete das Unternehmen 6% des Umsatzes, dass entsprach 75,6 Millionen Euro für die Forschung und Entwicklung auf.

Die immateriellen Vermögenswerte belaufen sich lediglich auf 15.966.000 Euro. Wenn man die Bilanzsumme in Höhe von 1.183 Milliarden Euro im Verhältnis setzt, ist dies ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein. Prozentual sind dies lediglich 1,35%!

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente belaufen sich auf 186.318.000 Euro.

600 Patente schützen das geistige Eigentum des Unternehmens.

Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte das Unternehmen rund 2.838 Mitarbeiter.

Mitarbeiter nach Regionen
Quelle: Geschäftsbericht 2025 der Rational AG

Mit einer Aktienanzahl von 11.370.000 Stück und einem aktuellen Kurs von 625€ (stand 14.08.2026) ergibt sich eine Marktkapitalisierung von 7.106.250.000 Euro.

Die Finanzkennzahlen

Die Dividende

Im Mai 2025 schüttete das Unternehmen insgesamt 170,6 Millionen Euro für Dividenden aus. Insgesamt wurde eine Dividende von 16€ pro Aktie ausgezahlt, zuzüglich einer Sonderdividende in Höhe von 4€. Somit wurden 90% des Jahresüberschusses an die Aktionäre ausgezahlt. Im Regelfall strebt das Unternehmen eine Ausschüttungsquote von 70% des Gewinns an. Mit einem aktuellen Aktienkurs von 625€ (stand 14.08.2026) und der regulären Dividende von 16€ ergibt sich eine Dividendenrendite von 2,56%.

In den letzten fünf Jahren wurde die Dividende gesteigert und nicht mehr gesenkt. Die Ausschüttung erfolgt wie üblich bei deutschen Aktienunternehmen im Mai.

Das KGV & KBV

Mit einem Gewinn je Aktie von 22,33€ und einem aktuellen Aktienkurs von 625€ (stand 14.08.2026) ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 28. Damit liegt dieses Ergebnis unter dem fünf Jahresschnitt von 44.

Mit einer Marktkapitalisierung von 7.106.250.000 Euro und einem Eigenkapital von 940.793.000 Euro ergibt sich ein KBV von 7,55. Dieser Wert ist hingegen höher.

Die Eigenkapitalquote & die Eigenkapitalrendite

Mit einem Wert von 79,52% weist die Eigenkapitalquote auf eine starke Bilanz hin! Auch die Eigenkapitalrendite von 27,05% ist sehr gut!

Weitere Finanzkennzahlen

Die Bruttomarge lag im letzten Geschäftsjahr bei 59,4%.

Die Nettomarge ging im letzten Geschäftsjahr zurück. Diese lag bei 20,2%. 2024 lag diese noch bei 21%. Dennoch ist in meinen Augen eine zweistellige Nettomarge sehr gut!

Der Piotroski F-Score kommt auf 6 von 9 Punkten.

Die Verschuldung im Verhältnis zum im EBIDTA liegt bei 0,07. Das ist logischerweise, da keine Nettoverschuldung vorhanden ist ein sehr guter Wert!

Insiderkäufe und Insiderverkäufe

Bislang gab es in diesem Jahr keine Insiderverkäufe oder Insiderkäufe.

Fazit

Die Rational AG unterscheidet sich gegenüber ihren Konkurrenten mit der Anzahl der Produkte die vertrieben werden. So haben die bereits genannten Hersteller von gleichwertigen Produkten eine breite Produktpalette. Währenddessen sich Rational nur auf drei physische Produkte und einer Digitalen Lösung fokussiert. Auch die Acadamy spricht für sich. In dieser können sich Köche und Kücheteams mit den Geräten von Rational weiterbilden. Weniger ist mehr heißt es so schön, was aber auch zum Klumpenrisiko führen kann, wie der Umsatzanteil des iCombi zeigt.

Ein Satz hat mich im Geschäftsbericht besonders beeindruckt: ,,Kern der Finanzstrategie von RATIONAL ist die finanzielle Unabhängigkeit und kurzfristige Reaktionsfähigkeit.“ Die Finanzstrategie zielt darauf ab möglichst flexibel und unabhängig zu sein, darüber hinaus beschreibt das Unternehmen, dass es gerade in wirtschaftlichen unsicheren Zeiten, schnellere Entscheidungen treffen kann. Das Gleiche sagt auch die Bilanz des Unternehmens aus. Die Stärke dieser bietet dem Unternehmen eine Unabhängigkeit und bedachtes Handeln in schwierigen Zeiten.

Auch die finanzielle Stärke gegenüber den Konkurrenten bietet einen weiteren Vorteil. Alles in allem denke ich, dass es für das Unternehmen eine spannende Zukunft geben wird, die mehr und mehr von der Konkurrenz der anderen Herstellern dominiert wird. Gerade Unox, dass Unternehmen aus Italien hat ambitionierte Wachstumsziele. Dadurch das Rational konservativ geführt wird, kann es jedoch hieraus seine Stärke ziehen, es sei denn der Vorstand macht Fehler. Zum Vorstand bleibt nur zusagen, dass Dr. Stadelmann das Unternehmen nun mehr als 12 Jahre in seiner Position führt, es kann also sein, dass es zukünftig zu einem Wechsel kommen wird. Alle anderen Vorstandsmitglieder sind noch nicht so lange an Board. Rational sollte seine Strategie beibehalten und seine hervorragenden Produkte für die Kunden weiter entwickeln. Der Fokus sollte auf die Bedürfnisse der Kunden beibehalten werden. Der Vorstand erwähnte ebenfalls, dass der Fachkräftemangel, sowie steigende Engeriekosten für die Produkte der Rational AG sprechen. Da die Geräte auch von Personen genutzt werden können die nicht den Beruf des Kochs gelernt haben. In den letzten Jahren sind die Energiekosten immer wieder gestiegen. Der Trend wird weiter anhalten.

Die Quellen:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/siegfried-meister-fliegender-freund-der-kunden/20847892.html

https://live.deutsche-boerse.com/aktie/rational-ag/unternehmensangaben?mic=XFRA

https://www.rational-online.com/de_de/unternehmen/investor-relations/25-jahre-boersengang

https://www.finanzen.net/bilanz_guv/rational

https://aktienfinder.net/dividenden-profil/Rational-Dividende

https://www.finanzen.net/bilanz_guv/middleby

chttps://www.gurufocus.com/stock/XTER:RAA/summary

https://www.insiderkauf.de/company/RAA.DE-Rational

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