In der letzten Zeit habe ich angefangen das Buch “Poor Charlie’s Almanack zu lesen. Die Hälfte habe ich bereits geschafft. Ich habe dieses Buch gekauft, um mehr von Charlie Munger zu lernen und vor allem seine Sichtweise auf das Große Ganze mehr und mehr zu verstehen. Zusätzlich habe ich in der letzten Zeit viele Videos von Monish Pabrai geschaut.
Beides sind für mich Persönlichkeiten, von denen man viel lernen kann. Unter anderem habe ich meine Investmentstrategie hinterfragt und meine Handlungen in Bezug auf das Leben. Denn vieles was im Buch niedergeschrieben ist kann man auch im alltäglichen Leben mit einbringen und nutzen. Bislang habe ich durch das Buch und die Videos mehrere Erkenntnisse gezogen. Diese möchte ich gerne einmal vorstellen.
Das erste Learning: Das Risiko im Verhältnis sehen
Wenn es ums investieren geht, sollte sich jeder Anleger die Frage stellen wie groß das Risiko-Chancen-Verhältnis bei einem Investment ist. So stelle ich mir mittlerweile die Frage: ,,Ist das eine einmalige Chance? Und kommt diese eventuell nur alle paar Jahre vor?“ Wenn es sich Beispielsweise um ein Unternehmen handelt welches einen starken Burgraben hat und die Aktie um 70% einbricht, dann könnte dies der Fall sein. Dann ist recht schnell klar, wenn alles andere stimmt, sollte man darin unbedingt investieren.
Charlie Munger hat dafür auch eine Regel:
“There is an old-two part rule that often works wonders in business, science, and elsewhere:
- Take a simple, basic idea and
- Take it very seriously.“
Wenn das Risiko gering ist und die Chance immens, dann sollte man alles Geld, welches man hat in dieses Unternehmen investieren. Daraus könnte sich dann ein Multibagger entwickeln.
The Beauty of less
Charlie Munger hatte wenige Unternehmen, in die er investiere. Ähnlich verhält es sich auch bei Monish Pabrai. Da stellte sich mir die Frage, warum in Unternehmen investieren, die schlechter performen als der Markt? Und warum sollte man eine große Ansammlung von Unternehmen im Depot haben?
Das soll jedoch nicht heißen, dass ich meine bislang gefahrene Strategie auf den Kopfstellen werde und alle bislang gehaltene Positionen verkaufe. Denn Buy and Hold bleibt meine Strategie, vor allem für mein Hauptdepot. Doch manchmal ist weniger mehr. Konzentriert man sich nur auf Unternehmen die eine exzellente Stellung in ihrer Branche aufweisen, so sollten diese ins Depot wandern und nicht diejenigen, die Zweiter Klasse entsprechen. Daher finde ich zum Beispiel auch Duopole wie Airbus und Boeing interessant. Zwei Unternehmen die ihre Branche dominieren. Während alle anderen den Trends hinterherlaufen, sind solche Branchen und Unternehmen Weltklasse. Man legt sich diese ins Depot und der Rest erledigt sich von selbst. Langweilig und Simpel. Vielleicht zu langweilig. Doch auch hierfür hatte Charlie Munger einen Spruch:
“The big money is not in the buying and the selling, but in the waiting.”
Ein Idiot sollte das Unternehmen führen können
In seinen Vorträgen und Videos nennt Monish Pabrai immer wieder drei Dinge:
- Das Unternehmen sollte von einem Idioten geführt werden können
- Das Unternehmen sollte keine Nettoschulden aufweisen
- Das Unternehmen sollte eine hohe Rendite beim Eigenkapital aufweisen
Dann sei es eine gute Investmentgelegenheit. Hört sich meiner Auffassung recht einfach an. Dennoch werden die meisten durch Fear of missing out (FOMO) und den ganzen Social Media Content verleitet eher Trends zu verfolgen. Deswegen wollte ich einmal meine Gedanken teilen. Adjustieren werde ich meine Strategie alle Mal, denn ich muss vor allem eins lernen. FOMO unter Kontrolle zu kriegen und mir mehr Gedanken zu machen, wie das Unternehmen da steht, dann überlegen, ob ich mein Geld darin investieren möchte oder ob es bessere Chancen gibt.